Ich habe mir vorgenommen, euch regelmäßiger über die Entwicklungen in meinem Leben als Schriftsteller auf dem Laufenden zu halten.
Was hat sich in den letzten Wochen getan?
Das Wichtigste vorweg:
Mein zweites Buch entsteht weiterhin planmäßig.
Wenn ich es grob einschätzen müsste, würde ich sagen, etwa 50 % der Geschichte sind bereits niedergeschrieben, und etwa 25 % habe ich bereits Korrektur gelesen und als „fertig“ abgelegt.
In Zahlen ausgedrückt bedeutet das:
Aktuell umfasst das Manuskript rund 230 Taschenbuchseiten, davon sind 140 Seiten bereits in finaler Form.
Titeländerung
Auch beim Titel hat sich etwas getan. Der ursprünglich geplante Titel „Blackbird“, den ich persönlich sehr passend fand, musste leider weichen. Es existiert bereits ein Roman mit genau diesem Namen – kein Thriller, aber dennoch potenziell verwirrend.
Derzeit steht der Titel „Turdus Merula“ im Raum – der lateinische Name der Amsel.
Ob das so bleibt, wird sich zeigen.
Verlagslage – ein kleiner Dämpfer
In Bezug auf die Verlagssuche kann ich leider keine großen Erfolge vermelden.
Ein namhafter Verlag hat relativ rasch abgesagt – mit der Begründung, dass sie nur Neuerscheinungen veröffentlichen und mein Erstling „Beauty Girl“ ja bereits im Selbstverlag erschienen ist.
Ein Aspekt, den ich in meinen Überlegungen zu wenig berücksichtigt hatte – und der bei anderen Verlagen wohl ähnlich ins Gewicht fallen wird.
Und wie geht es jetzt weiter?
Es gibt mehrere Wege, die ich nun ins Auge fasse:
1. Wieder Selbstverlag
Der einfachste – und gleichzeitig schwierigste – Weg wäre, das neue Buch wieder komplett in Eigenregie zu veröffentlichen.
Vorteile:
- Ich habe volle Kontrolle über Inhalt, Gestaltung und Zeitplan.
- Kein Verlag, der versucht, meinen Stil zu glätten oder umzuschreiben.
Nachteile:
- Marketing.
Und das ist nicht meine Stärke.
Ein Buch muss präsent sein – in sozialen Netzwerken, in der Presse, bei Lesungen. Und das liegt mir nicht besonders.
2. Verlagssuche (trotz allem)
Der klassische Weg:
Buch fertigstellen und an alle deutschsprachigen Verlage schicken, die sich mit dem Genre befassen.
Vorteile:
- Ein Verlag bringt ein ganzes Team mit: Lektorat, Grafik, Vertrieb, Pressearbeit.
- Das Buch hätte größere Reichweite und könnte professionell vermarktet werden.
Nachteile:
- Keine Garantie auf Erfolg.
- Längere Wartezeiten: Vom Exposé bis zur Veröffentlichung können locker 6 bis 8 Monate vergehen – selbst wenn jemand Interesse zeigt.
3. Literaturagentur
Eine Agentur könnte die Verlagssuche übernehmen und Türen öffnen, die mir als Einzelautor verschlossen bleiben.
Haken:
- Gute Agenturen sind rar – und meist nicht auf der Suche nach neuen Klienten.
- Zudem nehmen sie 10–20 % Provision vom Autorenhonorar – das ohnehin oft bescheiden ausfällt.
Fazit
Ich lasse mir Zeit.
Mein neues Buch braucht noch ein paar Monate – realistisch betrachtet wird es in den ersten Monaten des nächsten Jahres fertig.
Bis dahin habe ich Zeit, die nächsten Schritte zu überdenken.
